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Eine wirksame, wenn nicht die wirksamste Rückfallprophylaxe, stellt das Naltrexonimplantat dar. Naltrexon ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Opiat-Antagonisten, der die Wirkung der Opiate aufhebt. Es wird oral oder als Implantat zur medikamentösen Unterstützung bei der Entwöhnungsbehandlung vormals Opiatab-hängiger eingesetzt. Die Halbwertszeit der Opiatrezeptoren-Blockade liegt im allgemeinen zwischen 72 und 108 Stunden. Bei einer Dosis von 50 mg pro Tag, jeden zweiten Tag eingenommen, sind nach 48 Stunden noch 70 bis 80 % der Opiatrezeptoren blockiert. Da die Tabletteneinnahme vergessen oder bewusst ausgesetzt werden kann, bieten wir Implantate an, die unter die Haut gesetzt werden und je nach Stärke eine Wirkdauer von zwei bis drei Monaten haben. Neben der Opiatrezeptorblockade und dem dadurch verhinderten Rückfall, hat Naltrexon den Vorteil, dass es den Suchtdruck erheblich verringert. Die Verringerung des Suchtdrucks scheint beim Langzeiterfolg unter genauso wichtig zu sein wie die Blockade des Opiatrezeptors. Um Missverständnissen vorzubeugen: das Naltrexonimpantat ersetzt nicht die begleitende psychsoziale Betreuung - es ergänzt sie. Vorraussetzung: Eine erfolgreiche Opiatentgiftung und mindestens siebentägige Opiatabstinenz. Weiterführende Literatur: Kunoe N, Lobmaier P, et al: Naltrexone implants after in-patient treatment for opioid dependence: randomised controlled trial. The British Journal of Psychiatry (2009) 194, 541-546 Die Orginalpublication findet sich unter: http://bjp.rcpsych.org/cgi/reprint/194/6/541 Tai B, Blaine J, the NIDA treatment workgroup (National Institute on drug abuse): Naltrexone: An Antagonist Therapy for Heroin Addiction. November 12-13, 1997 Die Orginalpublication findet sich unter: http://archives.drugabuse.gov/meetings/naltrexone.html |
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Centrum für Suchtbehandlung |
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