turboentzug - entzug von heroin, morphin, etc. in narkose
.: N@me der Homepage :.
 
 

Wir bieten

Heroinentzug und Entzug anderer Opiate
   - unter Narkose oder
   - unter Sedierung
   - Nalrexonimplantate zur Verhinderung des Rückfalls

Das Ziel

Nachhaltigkeit des Entzugs, d.h. langfristige Abstinenz

Grundsätzliches zur Methode

Der Opiatentzug unter Narkose ist in den letzten Jahren als Turboentzug, Blitzentzug oder als ROD oder UROD (Ultra Rapid opiate detoxification) durch die Medien gegangen. Dabei wurde immer wieder der Eindruck erweckt, dass der behandelte Patient nach der Narkose als „clean“ anzusehen und frei von Entzugsymptomen ist. Die Methode muß differenzierter betrachtet werden. Der Entzug unter Narkose ist als der Einstieg in den Entzug zu sehen, allerdings mit dem Vorteil, dass die akute Entzugssymptomatik durch die Narkose vermieden und/oder zeitlich sehr abgekürzt wird. Die anschließende psychosoziale Betreuung ist immer erforderlich und sicherlich der schwierigere und längere Teil des Therapiekonzeptes. Der Einstieg in den Entzug wird dem Patienten erleichtert, da die Angst vor den Nebenwirkungen des Entzugs genommen werden kann. Dadurch ist es bei einem Teil der Patienten möglich den Entzug früher oder überhaupt zu realisieren. Ein Versagen der Methode ist nicht möglich, da ein vorzeitiger Abbruch nicht machbar ist.

Für diese Form des Entzugs spricht auch, dass die bisher behandelten Patienten nach sechs Monaten die geringste Rückfallquote, verglichen mit konventionellen Therapieansätzen, zeigten. Dabei werden die besten Ergebnisse bei den Patienten erzielt, die sich einer regelmäßigen Naltrexonmedikation (Opiatantagonist) unterziehen. Wir bieten deshalb für unsere Patienten Naltrexonimplantate an, die unter die Haut gesetzt werden.

Seit diesem Jahr können sich auch Patienten, die bereits entzogen haben, zur Rückfallvorbeugung bei uns ein Naltrexonimplantat einsetzen lassen (lesen Sie dazu auch die Rubrik "Rückfälle vermeiden")


Informationen zur Behandlung

- Entzug unter Narkose
Wir bieten die Möglichkeit des Opiatentzugs unter Narkose an. Die Ent- giftungsbehandlung erfolgt dabei auf unserer Intensivstation und wird von einem Facharzt für Anästhesiologie durchgeführt. Der Patient wird während dieser Zeit in Narkose gehalten und erhält während dieser Phase einen Opiatantagonisten, der die Opiatrezeptoren besetzt, sowie eine entsprechende Co-Medikation. Die Initialbehandlung dauert achtundvierzig Stunden, daran schließt sich eine 36- bis 72stündige Nachbeobachtungsphase an, die erforderlich ist, um medikamentös eingreifen zu können, falls noch Entzugssymptome auftreten.

Nach der Entlassung ist es auf erforderlich die medikamentöse Behandlung mit Opiatantagonisten für neun bis zwölf Monate fortzuführen. Entscheidend für den Langzeiterfolg ist die anschließende, begleitende psychotherapeutische Unterstützung und die Fortführung der Naltrexonmedikation durch die von uns verwendeten Implantate. Für die psychotherapeutische Begleitung können wir einen Behandlungsplatz vermitteln.

In Frage kommen für diese Behandlung nur Opiatabhängige (Heroin, Morphium, Subutex, Kodein, Tramal, Methadon und andere Opiate). Mehrfachabhängige sind für diese Behandlung ungeeignet, die einzige Ausnahme besteht hier für die gleichzeitige Einnahme von Benzodiazepinen.

Die Methode ist nicht für Patienten mit Kokainbeigebrauch geeignet.

- Entzug unter Sedierung
Für Patienten, die nicht narkosefähig sind, bieten wir den Entzug unter Sedierung an. Meist handelt es sich um Patienten, die a. G. des Rauchens von Heroin oder durch andere Lungenerkrankung eine so ausgeprägte Lungenschädigung entwickelt haben, dass eine maschinelle Beatmung ein nicht zu vertretendes Risiko darstellen würde. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass der Patient nicht intubiert und beatmet ist. Die medikamentöse Behandlung richtet sich nach der Stärke der sich entwickelnden Entzugssymptomatik, die entsprechend medikamentös kupiert wird. Diese Patienten entziehen wir unter mehrtägiger Sedierung unter der Verwendung von stark abschirmenden Medikamenten. Da das Maximum der Entzugssymptomatik nicht wie beim Entzug unter Narkose bereits zwei Stunden nach Narkoseeinleitung erreicht wird sondern meist erst am zweiten oder dritten Tag, nimmt diese Behandlung in der Regel zwei Tage mehr in Anspruch. Auch diese Behandlung wird auf der Intensivstation unter ständiger Überwachung von Atmung, Herz-Kreislaufsystem und Nierenfunktion durchgeführt (EKG, Blutdruck, Sauerstoff- sättigung, Blutgasanalyse, Laborkontrollen, etc.). Wie bei dem Entzug unter Narkose setzen wir auch bei dieser Behandlungsvariante vor der Entlassung ein subcutanes Naltrexonimplantat ein. Diese Form des Entzugs dauert in der Regel zwei Tage länger als der unter Narkose. Es sind sieben bis neuen Tage zu veranschlagen.


Zur Vermeidung von Rückfällen bieten wir Naltrexonimplantate mit der Wirkdauer von 3 oder 5 Monaten an. Siehe Seite: "Rückfälle vermeiden"
 
 
 




   
 
www.stop-drugs.de

die initiative zur vermeidung von rückfällen